Gibt es eine nationale Wallbox-Förderung?
Nein. Anders als bei Photovoltaik-Anlagen oder Wärmepumpen existiert für private Wallboxen in der Schweiz kein nationales Förderprogramm des Bundes. Das Bundesamt für Energie (BFE) setzt stattdessen auf die kantonale Ebene: Die Kantone entscheiden selbst, ob und wie sie Ladeinfrastruktur für Privatpersonen fördern.
Das bedeutet konkret: Ob Sie Fördergeld erhalten, hängt davon ab, wo Sie wohnen. Zwei identische Installationen – eine in Zürich, eine in Bern – können völlig unterschiedliche Fördersummen auslösen. Oder eine davon geht leer aus, weil der Kanton kein laufendes Programm hat.
So finden Sie die aktuelle Förderung für Ihren Standort
Zwei offizielle Werkzeuge helfen Ihnen, den aktuellen Stand für Ihre Gemeinde zu prüfen:
1. Energiefranken (EnergieSchweiz): Die Förderdatenbank Energiefranken von EnergieSchweiz ist die umfassendste Übersicht. Sie geben Ihre Postleitzahl ein und sehen alle verfügbaren Programme – kantonal, kommunal und vom Energieversorger.
2. Förderkarte (Swiss eMobility): Die Förderkarte von Swiss eMobility zeigt auf einer Karte, welche Regionen aktive Programme haben. Praktisch für einen schnellen Überblick.
Oder Sie überlassen die Recherche uns. Bei jeder Wallbox-Offerte prüfen wir automatisch, welche Förderprogramme an Ihrem Standort laufen. Der Fördercheck ist Teil unserer Dienstleistung – Sie müssen sich nicht selbst durch die Datenbanken klicken.
Was wird typischerweise gefördert – und was nicht?
Die meisten kantonalen Programme fördern nicht die Wallbox selbst, sondern die Basisinfrastruktur: also die elektrische Erschliessung vom Zählerkasten bis zum Parkplatz. Dazu gehören Leitungswege, Schutzorgane und bei Mehrfamilienhäusern das Lastmanagement – die Technik, die verhindert, dass der Hausanschluss überlastet wird, wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden.
Häufig gefördert
- Elektro-Basisinstallation (Kabel, Absicherung, Verteiler)
- Vorbereitungsarbeiten für spätere Erweiterung (besonders im MFH)
- Lastmanagement-Systeme
- In einzelnen Kantonen: bidirektionale Ladeinfrastruktur
Eher nicht gefördert
- Die Wallbox als Gerät (Ausnahmen bestehen)
- Installationen, die bereits abgeschlossen sind
- Mobile Ladegeräte
- Installationen ohne konzessionierten Elektroinstallateur
Förderantrag stellen – worauf kommt es an?
Der häufigste Fehler: Die Wallbox wird installiert, und erst danach wird der Förderantrag eingereicht. In fast allen Programmen führt das zum Ausschluss. Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt und in der Regel bewilligt sein, bevor die Installation starten darf.
- 01
Förderung prüfen
Welche Programme laufen an Ihrem Standort? Energiefranken-Datenbank, Swiss-eMobility-Förderkarte oder direkt bei uns – wir machen das automatisch.
- 02
Offerte einholen
Sie brauchen eine detaillierte Offerte eines konzessionierten Elektrofachbetriebs als Grundlage für den Antrag.
- 03
Antrag einreichen
Mit der Offerte beim zuständigen Kanton, der Gemeinde oder dem Energieversorger – fristgerecht und vollständig.
- 04
Bewilligung abwarten
Erst nach schriftlicher Zusage darf die Installation beginnen. Wer früher startet, riskiert den Ausschluss aus dem Programm.
- 05
Installieren und abrechnen
Nach Abschluss reichen Sie die Schlussabrechnung ein – der Förderbeitrag wird an Sie ausbezahlt.
Wir übernehmen bei unseren Projekten den kompletten Prozess: von der Prüfung über die Antragsstellung bis zur Schlussabrechnung. Sie konzentrieren sich auf Ihr Auto – wir auf den Papierkram. Bei jeder Wallbox-Installation im Einfamilienhaus und bei jedem MFH-Projekt ist der Fördercheck inklusive. Wenn Sie Ihre Wallbox mit einer Solaranlage kombinieren, prüfen wir auch die PV-Förderung gleich mit – dort gibt es oft zusätzliche Beiträge.