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Ladestation Zuhause

EFH · 22 kW · dreiphasig

22-kW-Wallbox installieren – wann sich die höhere Leistung lohnt.

Eine 22-kW-Wallbox lädt Ihr E-Auto in der Hälfte der Zeit einer 11-kW-Anlage. Klingt gut – ist aber nicht in jedem Haus sinnvoll. Ob sich die höhere Leistung bei Ihnen lohnt, hängt vom Fahrzeug, vom Hausanschluss und von Ihrem Ladeverhalten ab. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob 22 kW bei Ihnen Sinn ergibt.

Seit 2022 haben wir über 200 Ladestationen in der Schweiz installiert – darunter auch 22-kW-Anlagen für Kunden mit passendem Fahrzeug und Hausanschluss. Sie erhalten von uns eine klare Empfehlung statt Upselling.

Seit 2022
in der Schweiz
200+
installierte Ladestationen
SEV/VSE
zertifizierter Elektrofachbetrieb
48 h
Offerte nach Anfrage
22-kW-Wallbox an einem Schweizer Einfamilienhaus, dreiphasig installiert

Referenz · 22-kW-Wallbox dreiphasig · Mittelland

Nr. 01 — Überblick

Wann macht eine 22-kW-Wallbox wirklich Sinn?

22 kW klingen nach Zukunftssicherheit – in der Praxis brauchen weniger als 5 % der Eigenheimbesitzer diese Leistung tatsächlich. Der Grund: Das Bordladegerät im Fahrzeug begrenzt die Ladeleistung, nicht die Wallbox. Viele aktuelle E-Autos – vom VW ID.3 bis zum Tesla Model 3 – laden serienmässig mit maximal 11 kW AC. Selbst an einer 22-kW-Wallbox ziehen sie nicht mehr Strom.

Trotzdem gibt es Fälle, in denen 22 kW die richtige Wahl sind. Wir prüfen das bei jeder Anfrage: Fahrzeugdaten, Hausanschluss, Nutzungsprofil. Wenn 11 kW reichen, sagen wir das. Wenn 22 kW sinnvoll sind, erklären wir warum – und was dafür am Hausanschluss nötig ist.

Nr. 02 — Technische Details

Was bei einer 22-kW-Installation anders läuft.

Vier Punkte, die 22 kW von 11 kW unterscheiden – Hausanschluss, Fahrzeug, Schutzorgane und die Option zur späteren Aufrüstung.

  1. / 01

    Hausanschluss & Absicherung

    22 kW dreiphasig sind 3 × 32 A – doppelt so viel wie bei 11 kW. Wir prüfen Anschlussleistung, Hauptsicherung, Zählerverteiler und den Gleichzeitigkeitsfaktor mit Herd, Wärmepumpe und Boiler. Bei Bedarf beantragen wir beim Elektrizitätswerk eine höhere Anschlussleistung.

  2. / 02

    Fahrzeug-Kompatibilität

    22 kW bringt nur Vorteil, wenn das Bordladegerät mitzieht. Renault Megane E-Tech, einzelne Mercedes EQS/EQE und BMW-Varianten mit Upgrade laden mit 22 kW AC. Tesla Model 3 oder VW ID.3 dagegen mit max. 11 kW – egal welche Wallbox.

  3. / 03

    Installation & Schutzorgane

    Höhere Leistung bedeutet grössere Kabelquerschnitte (5 × 6 mm² statt 5 × 2.5 mm²) und passend dimensionierte Schutzorgane – FI-Schalter Typ A EV oder Typ B, je nach Wallbox. Vor der Montage reichen wir Technisches Anschlussgesuch (TAG) und Installationsanzeige (IA) beim Elektrizitätswerk ein – inklusive Netzverträglichkeitsprüfung.

  4. / 04

    22 kW vorbereiten, 11 kW starten

    Falls Ihr aktuelles Auto nur 11 kW kann, das nächste aber 22 kW: Wir legen Kabel und Absicherung gleich auf 22 kW aus, begrenzen die Wallbox aber softwareseitig auf 11 kW. Später wird die Leistung freigeschaltet – ohne neue Installationsarbeiten.

Dreiphasige Wallbox-Installation mit 32-A-Absicherung im Schweizer Eigenheim

22-kW-Installation · KEBA P30 x-series · BKW-Anmeldung

Nr. 03 — Projektbeispiel

Typischer Fall: 22 kW im Neubau bei Spiez.

Ein Renault Megane E-Tech mit 22-kW-Bordladegerät, Doppelgarage, Neubau – ein Fall, in dem sich die höhere Leistung wirklich auszahlt.

/ Ausgangslage

Neubau-Einfamilienhaus mit Doppelgarage, 25-A-Hauptsicherung pro Phase, Renault Megane E-Tech mit 22-kW-Bordladegerät. Kabelweg vom Verteiler zur Garage 8 Meter.

/ Lösung

22-kW-Wallbox (KEBA P30 x-series) dreiphasig mit 32 A abgesichert, Kabelquerschnitt 5 × 6 mm². Dynamisches Lastmanagement zwischen Wallbox und Wärmepumpe. TAG und IA bei der BKW eingereicht, inklusive Nachweis der Netzverträglichkeit.

/ Ergebnis

Volle Ladung von 15 % auf 80 % in rund 2 Stunden. Der Kunde nutzt die schnelle Ladung vor allem tagsüber zwischen zwei Terminen – abends hätte 11 kW gereicht, mittags zahlt sich 22 kW aus.

Nr. 04 — Im Detail

22 kW vs. 11 kW – Technik, Kosten und ehrliche Empfehlung.

Was die doppelte Leistung wirklich bringt, was sie zusätzlich kostet, und für wen sich der Aufpreis tatsächlich lohnt.

22 kW vs. 11 kW – die technischen Unterschiede auf einen Blick

Bei einer 22-kW-Wallbox fliesst Wechselstrom (AC) dreiphasig mit je 32 Ampere. Bei 11 kW sind es 3 × 16 Ampere. Die doppelte Leistung halbiert die Ladezeit – aber nur, wenn das Bordladegerät im Fahrzeug die 22 kW auch verarbeiten kann. Das ist der entscheidende Punkt, den viele Anbieter verschweigen.

Konkret: Ein Tesla Model 3 lädt mit maximal 11 kW AC – egal, welche Wallbox daran hängt. Ein Renault Megane E-Tech schafft 22 kW. Wer also ein Fahrzeug mit 11-kW-Bordladegerät hat, gewinnt durch eine 22-kW-Wallbox keinen Zeitvorteil. In diesem Fall ist eine 11-kW-Wallbox der effizientere und günstigere Standard.

Was eine 22-kW-Installation mehr kostet

Die Mehrkosten gegenüber einer 11-kW-Installation entstehen durch drei Faktoren: grössere Kabelquerschnitte (5 × 6 mm² statt 5 × 2.5 mm²), stärkere Absicherung im Verteiler und gegebenenfalls eine Anpassung der Anschlussleistung beim Elektrizitätswerk. Rechnen Sie mit Mehrkosten von CHF 500 – 1'500 gegenüber einer vergleichbaren 11-kW-Installation.

Auch bei der Förderung gibt es keinen Unterschied: Kantonale Programme fördern die Ladeinfrastruktur unabhängig von der Leistungsstufe. Je nach Kanton sind CHF 250–3'000 möglich – wir prüfen das vor Baubeginn für Ihre Situation. Die Vorschriften des Eidgenössischen Starkstrominspektorats (ESTI) regeln die Rahmenbedingungen für Starkstromanlagen in der Schweiz, einschliesslich der Anforderungen an Wallbox-Installationen.

Für wen 22 kW tatsächlich sinnvoll sind

  • Fahrzeug mit 22-kW-Bordladegerät und 150+ km Tageskilometer – wer zwischendurch nachladen muss, profitiert messbar von der schnelleren Ladung.
  • Zwei E-Autos am selben Anschluss – mit dynamischem Lastmanagement gibt 22 kW mehr Spielraum, wenn beide Fahrzeuge gleichzeitig laden.
  • Neubau oder Komplettsanierung – wenn die Elektroinstallation ohnehin neu gemacht wird, sind die Mehrkosten für eine 22-kW-Vorbereitung marginal.
  • Gewerblich genutztes Fahrzeug mit häufigen Zwischen-Stopps – wenn die Standzeit 1 – 2 Stunden beträgt statt einer ganzen Nacht.

Für alle anderen Fälle: 11 kW deckt den Alltag problemlos ab. Über Nacht laden, morgens losfahren – mit 11 kW gewinnen Sie 300–400 km Reichweite. Das reicht für 95 % der Nutzungsprofile in der Schweiz. Einen vollständigen Überblick über alle Installationsoptionen finden Sie auf unserer Seite zur Wallbox-Installation im Einfamilienhaus.

E-Auto lädt mit 22 kW dreiphasig an einer Schweizer Wallbox vor dem Eigenheim

Zwei Stunden statt vier · 22 kW im richtigen Setting

Nr. 05 — Nächster Schritt

Ist 22 kW die richtige Wahl für Ihr Zuhause?

Schicken Sie uns zwei Fotos vom Zählerkasten und die Bezeichnung Ihres Fahrzeugs. Wir prüfen, ob 22 kW bei Ihnen sinnvoll und machbar sind – und sagen ehrlich, wenn 11 kW die bessere Wahl wäre.

  • Offerte kostenlos
  • TAG- & IA-Einreichung beim E-Werk inklusive
  • Fördercheck vor Baubeginn
Nr. 06 — Fragen & Antworten

Häufige Fragen zur 22-kW-Wallbox.

Fünf Fragen, die uns Eigenheimbesitzer mit 22-kW-Plänen am häufigsten stellen – direkt beantwortet.

Welche Autos können tatsächlich mit 22 kW laden?

Nur Fahrzeuge mit einem 22-kW-Bordladegerät (AC) profitieren von der vollen Leistung. Dazu gehören unter anderem der Renault Megane E-Tech, bestimmte Mercedes EQS/EQE-Varianten und einzelne BMW-Modelle mit optionalem Upgrade. Die meisten E-Autos – darunter Tesla Model 3 und VW ID.3 – laden serienmässig mit maximal 11 kW AC.

Brauche ich einen stärkeren Hausanschluss für 22 kW?

Nicht zwingend, aber häufig. Eine 22-kW-Wallbox braucht 3 × 32 A – zusammen mit Herd, Wärmepumpe und Boiler kann das den Hausanschluss an seine Grenze bringen. Wir prüfen das im Vorfeld und empfehlen bei Bedarf ein dynamisches Lastmanagement, das die verfügbare Leistung intelligent verteilt.

Was kostet eine 22-kW-Installation mehr als 11 kW?

Die Mehrkosten liegen typischerweise bei CHF 500–1'500. Sie entstehen durch grössere Kabelquerschnitte, stärkere Absicherung und gegebenenfalls eine Anpassung der Anschlussleistung beim Elektrizitätswerk. Die Wallbox selbst ist meist nur geringfügig teurer als ein 11-kW-Modell.

Kann ich eine 22-kW-Wallbox auf 11 kW begrenzen?

Ja, das ist eine häufige und sinnvolle Lösung. Die Elektroinstallation wird auf 22 kW ausgelegt, die Wallbox läuft aber zunächst mit 11 kW. Wenn später ein Fahrzeug mit 22-kW-Bordladegerät kommt, wird die Leistung freigeschaltet – ohne erneute Installationsarbeiten.

Muss ich eine 22-kW-Wallbox beim Elektrizitätswerk anmelden?

Ja. In der Schweiz müssen Ladestationen vor der Installation beim lokalen Elektrizitätswerk gemeldet werden – per Technischem Anschlussgesuch (TAG) und Installationsanzeige (IA). Bei 22 kW prüft das E-Werk die Netzverträglichkeit besonders genau und kann Auflagen zur Ansteuerbarkeit machen. Wir übernehmen TAG, IA und alle Rückfragen komplett für Sie.

Wallbox · 22 kW dreiphasig

Lassen Sie uns Ihren Hausanschluss prüfen.

Offerte kostenlos. Antwort in 48 Stunden. Hausanschluss-Check, Fahrzeug-Check und Fördercheck inklusive.