Zum Inhalt springen
Ladestation Zuhause

Ratgeber

Wallbox-Arten im Vergleich.

Welche Ladestation zu Ihrem Zuhause passt.

Die kurze Antwort: Für ein Eigenheim ist in den meisten Fällen eine fest installierte 11-kW-Wallbox mit Typ-2-Anschluss die richtige Wahl. Sie lädt mit Wechselstrom über drei Phasen und füllt den Akku eines durchschnittlichen E-Autos über Nacht. Die übrigen Wallbox-Arten – mobile Ladestationen, einphasige Geräte, DC-Wallboxen – passen zu klar umrissenen Sonderfällen.

Auf dieser Seite ordnen wir die Wallbox-Arten nach fünf Merkmalen: Stromart, Phasen, Bauform, Stecker und Funktionsumfang. Die Praxis dahinter stammt aus über 200 Ladestationen, die wir seit 2022 in der Schweiz installiert haben.

Seit 2022
in der Schweiz
200+
installierte Ladestationen
SEV/VSE
zertifizierter Elektrofachbetrieb
48 h
Offerte nach Anfrage
Fest installierte Wallbox an der Hauswand eines Einfamilienhauses – die häufigste der Wallbox-Arten fürs Laden zuhause

Fest installiert, dreiphasig, Typ 2 – der Standard im Eigenheim

Nr. 01 – Auf einen Blick

Die Wallbox-Arten auf einen Blick.

Sechs Punkte, die das Wesentliche zusammenfassen – bevor Sie in die Details einsteigen.

Standard zuhause

Fest installierte Wallbox, 11 kW, dreiphasig, Typ 2. Passt zu praktisch allen aktuellen E-Autos und lädt über Nacht voll.

AC statt DC

Zuhause laden Sie mit Wechselstrom (AC), das Bordladegerät im Auto wandelt ihn um. Gleichstrom (DC) ist Sache der öffentlichen Schnelllader.

Phasen

Dreiphasig mit 16 A ergibt 11 kW. Einphasig mit 16 A sind es 3.7 kW – genug zum Nachladen, knapp bei grossen Akkus.

Mobile Ladestation

Flexibel für Mieter oder einen Zweitstandort. Braucht eine fachgerecht installierte Industriesteckdose und ab 3.7 kW die Anmeldung beim Netzbetreiber.

Haushaltssteckdose

Nur als Notlösung: höchstens rund 2.3 kW. Ein 60-kWh-Akku braucht über 24 Stunden, und die Dauerlast belastet ältere Leitungen.

Stecker

Typ 2 ist in der Schweiz der Standard fürs AC-Laden, CCS fürs DC-Schnellladen unterwegs. CHAdeMO spielt in Europa kaum noch eine Rolle.

Nr. 02 – Im Detail

Worin sich die Wallbox-Arten unterscheiden.

Stromart, Phasen, Bauform und Funktionen – was hinter den Begriffen steckt und was davon für Ihr Zuhause zählt.

AC oder DC: Warum zuhause mit Wechselstrom geladen wird

Das Stromnetz im Haus liefert Wechselstrom (AC), die Batterie im Auto speichert Gleichstrom (DC). Umgewandelt wird bei einer AC-Wallbox im Fahrzeug selbst, im sogenannten Bordladegerät. Die reale Ladeleistung hängt deshalb immer auch vom Auto ab. Eine DC-Ladestation hat den Umwandler eingebaut und speist Gleichstrom direkt in die Batterie – so entstehen die hohen Leistungen, die an Schnellladern entlang der Autobahn üblich sind.

Im Eigenheim spielt DC-Laden heute kaum eine Rolle. DC-Geräte sind deutlich teurer, brauchen wesentlich mehr Anschlussleistung und bringen über Nacht keinen Vorteil: Nach acht Stunden an einer 11-kW-Wallbox ist ein durchschnittlicher Akku ohnehin voll. Die eigentliche Leistungsfrage stellt sich innerhalb der AC-Wallboxen – dazu mehr im Ratgeber welche AC-Ladeleistung sich zuhause lohnt.

Einphasig oder dreiphasig: was Ihr Hausanschluss hergibt

Die Ladeleistung ergibt sich aus der Zahl der Phasen und der Stromstärke pro Phase. Eine 11-kW-Wallbox arbeitet dreiphasig mit je 16 Ampere, eine 22-kW-Wallbox dreiphasig mit je 32 Ampere. Einphasig mit 16 Ampere sind es 3.7 kW. Die meisten Einfamilienhäuser in der Schweiz haben einen dreiphasigen Anschluss; ältere Liegenschaften sind teils einphasig oder knapp dimensioniert. Ob Ihr Anschluss die gewünschte Leistung trägt, klären wir beim Elektro-Check von Anschluss und Verteiler.

Einphasig lässt sich nur begrenzt Leistung beziehen. Eine hohe Last auf einer einzigen Phase bringt das Netz in Schieflast, deshalb setzen viele Netzbetreiber hier Grenzen. Ob 7.4 kW einphasig bei Ihnen zulässig sind, klären wir mit dem Technischen Anschlussgesuch. Umgekehrt laden manche E-Autos selbst nur einphasig: An einer dreiphasigen 11-kW-Wallbox nehmen sie dann rund 3.7 kW auf.

Leistung Anschluss 60-kWh-Akku Einordnung
ca. 2.3 kW Haushaltssteckdose, einphasig ca. 26 h Notlösung
3.7 kW einphasig, 16 A ca. 16 h Einfach, aber langsam
7.4 kW einphasig, 32 A ca. 8 h Je nach Netzbetreiber eingeschränkt
11 kW dreiphasig, 16 A ca. 5.5 h Standard zuhause
22 kW dreiphasig, 32 A ca. 3 h* Spezialfälle, Freigabe nötig

Richtwerte für eine Ladung von 0 auf 100 %, ohne Ladeverluste. Im Alltag laden Sie meist nur die gefahrenen Kilometer nach. * Nur wenn das Fahrzeug 22 kW AC aufnimmt.

Fest installiert, mobil oder Steckdose: drei Bauformen

Die fest installierte Wallbox hängt an der Wand oder steht auf einer Stele, hat eine eigene Zuleitung vom Verteiler und eigene Schutzorgane. Sie ist für das tägliche Laden gebaut und lässt sich mit Lastmanagement, Solaranlage und Abrechnung verbinden. In der Garage genügt die Schutzart IP44, draussen und im Carport sollte es IP54 oder höher sein.

Die mobile Ladestation – oft mobile Wallbox genannt – ist ein Ladegerät mit Kabel, das in eine Steckdose gesteckt wird. Für 11 kW braucht sie eine dreiphasige Industriesteckdose (CEE), die ein Elektriker fachgerecht installiert und absichert. Auch eine mobile Ladestation mit mehr als 3.7 kW muss beim Netzbetreiber angemeldet werden; das Infoblatt Ladestationen des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) fasst die Regeln zusammen. Sinnvoll ist die mobile Variante für einen Zweitstandort oder für Mieter, die in absehbarer Zeit umziehen – mehr dazu unter Ladelösungen für Mieterinnen und Mieter. Lastmanagement und Solarüberschuss-Laden sind je nach Modell nur eingeschränkt möglich. Ob fest installiert oder mobil, kann auch beim Versicherungsschutz einen Unterschied machen – das klären Sie am besten direkt mit Ihrer Versicherung.

Die Haushaltssteckdose mit dem Notladekabel, das manchen E-Autos beiliegt, liefert höchstens rund 2.3 kW. Für den Notfall reicht das, für den Alltag kaum: Ein 60-kWh-Akku braucht über 24 Stunden, und die stundenlange Volllast belastet Steckdose und Leitung. Bei älteren Installationen ist das ein echtes Sicherheitsrisiko.

Festes Kabel oder Typ-2-Steckdose an der Wallbox

Auch fest installierte Wallboxen gibt es in zwei Ausführungen. Mit fest angeschlagenem Ladekabel stecken Sie nur noch am Auto ein – bequem, wenn immer dasselbe Fahrzeug lädt. Mit einer Typ-2-Steckdose am Gerät bringen Sie das Kabel selbst mit. Das ist flexibler, wenn Gäste oder mehrere Fahrzeuge laden. An der Ladegeschwindigkeit ändert die Ausführung nichts.

Basis, smart, abrechnungsfähig: der Funktionsumfang

Innerhalb der fest installierten Wallbox-Arten unterscheiden sich die Geräte vor allem in ihren Funktionen. Eine Basis-Wallbox lädt zuverlässig, ohne App und ohne Vernetzung – für das Nachtladen im Einfamilienhaus genügt das. Eine smarte Wallbox passt ihre Ladeleistung laufend an: an den Hausverbrauch (Lastmanagement), an den Solarüberschuss oder an günstige Tarifzeiten. Wer Solarstrom vom eigenen Dach ins E-Auto laden möchte, braucht ein Modell, das mit Wechselrichter oder Energiemanagement kommuniziert.

Abrechnungsfähige Wallboxen haben einen geeichten Zähler nach MID-Norm und eine Zugangskontrolle per RFID-Karte oder App. Das braucht es, sobald mehrere Parteien laden oder Strom verrechnet wird – beim Firmenwagen oder beim Laden in Mehrfamilienhaus und Tiefgarage. Ein offener Kommunikationsstandard wie OCPP (Open Charge Point Protocol) hält dabei die Wahl des Abrechnungssystems offen.

Bidirektionale Wallboxen, die Strom aus dem Auto zurück ins Haus speisen (Vehicle-to-Home), sind in der Schweiz ein Zukunftsthema. Sie setzen ein kompatibles Fahrzeug und passende Ladeinfrastruktur voraus und sind bisher vor allem in Pilotprojekten zu sehen. Welche Marken welche Funktionen abdecken, zeigt unsere herstellerneutrale Markenübersicht.

Frau steckt den Typ-2-Ladestecker einer Wallbox am E-Auto ein – Steckertypen im Wallbox-Arten-Vergleich

Typ 2 an der Wallbox, CCS am Schnelllader – beides passt in dieselbe Buchse

Nr. 03 – Steckertypen

Welcher Stecker wofür gebraucht wird.

Fünf Anschlüsse, denen Sie beim Laden begegnen – und welcher davon an Ihrer Wallbox zuhause zählt.

AC · Standard

Typ 2

Wallbox und öffentliche AC-Ladepunkte

Der Stecker fürs Laden mit Wechselstrom, in der Schweiz und in Europa Standard an Heim-Wallboxen und den meisten öffentlichen AC-Ladepunkten. Alle Wallboxen, die wir installieren, sind Typ-2-kompatibel.

DC · Schnellladen

CCS

Combined Charging System

Kombiniert den Typ-2-Anschluss mit zwei zusätzlichen Kontakten für Gleichstrom. Die meisten in Europa verkauften E-Autos haben eine CCS-Buchse und laden damit an der Wallbox (AC) wie am Schnelllader (DC).

DC · Auslaufmodell

CHAdeMO

Japanischer DC-Standard

Findet sich in Europa nur noch in wenigen Fahrzeugen japanischer und koreanischer Hersteller. Entsprechende Kabel sind an Schnellladestationen immer seltener anzutreffen.

AC · Ältere Fahrzeuge

Typ 1

Einphasiger AC-Stecker

Bei einzelnen älteren Importfahrzeugen verbaut. Solche Autos laden an einer Typ-2-Wallbox mit einem Adapterkabel von Typ 2 auf Typ 1 – einphasig und entsprechend langsamer.

Mobile Ladegeräte

Typ 13 & CEE

Haushalts- und Industriesteckdose

Notladekabel stecken in die Haushaltssteckdose (Typ 13), mobile Ladestationen mit 11 kW in eine rote dreiphasige Industriesteckdose (CEE). Zum Auto hin ist der Stecker auch hier Typ 2.

Eine gut verständliche Einordnung von Wechsel- und Gleichstrom-Laden finden Sie in der Übersicht des Bundesamts für Strassen (ASTRA) zu CCS, Typ 2 und CHAdeMO. Für die Wallbox zuhause genügt die Faustregel: Ihr Auto braucht Typ 2 – und den hat praktisch jedes aktuelle Modell.

Nr. 04 – Entscheidungshilfe

Welche Wallbox-Art passt zu Ihrer Situation?

Drei typische Ausgangslagen und die Bauform, die dazu passt.

EFH · eigener Parkplatz

Einfamilienhaus mit Garage oder Carport

  • Tägliches Laden über Nacht
  • Dreiphasiger Hausanschluss vorhanden
  • PV-Anlage vorhanden oder geplant: smartes Modell wählen

Passende Wallbox-Art

Fest installiert · 11 kW · Typ 2

Miete · Zweitstandort

Mietwohnung mit absehbarem Umzug

  • Schriftliche Zustimmung der Vermieterschaft
  • Ladegerät soll beim Umzug mit
  • Industriesteckdose fachgerecht installiert und angemeldet

Passende Wallbox-Art

Mobile Ladestation an CEE-Steckdose

MFH · mehrere Parteien

Mehrfamilienhaus oder Tiefgarage

  • Mehrere Parteien laden gleichzeitig
  • Stromverbrauch wird pro Partei abgerechnet
  • Weitere Ladepunkte sollen später folgen

Passende Wallbox-Art

Fest installiert · Lastmanagement · MID-Zähler

In der Mehrheit unserer Projekte endet der Vergleich bei der fest installierten 11-kW-Wallbox. Welches Modell es konkret wird, entscheiden wir mit Ihnen nach Anschluss, Fahrzeug und Budget – herstellerunabhängig, mit fixem Preis nach Offerte. Wie das im Eigenheim abläuft, beschreiben wir unter Wallbox-Installation im Einfamilienhaus von der Offerte bis zur Übergabe.

Die Anmeldung beim Netzbetreiber, die Dokumentation und die Einweisung sind bei jeder Installation inklusive. Mit welchem Gesamtbetrag Sie rechnen können, zeigt der Ratgeber zu den Kostenpunkten von Gerät, Kabelweg und Absicherung.

Wallbox auf einer freistehenden Stele am Parkplatz vor einem Wohnhaus, daneben ein parkiertes E-Auto

Wand oder Stele – die Montageart richtet sich nach dem Parkplatz

Nr. 05 – Nächster Schritt

Welche Wallbox-Art passt zu Ihrem Haus?

Schicken Sie uns zwei Fotos vom Zählerkasten und sagen Sie uns, welches Auto Sie fahren. Wir prüfen Phasen, Anschlussleistung und die Ladeleistung Ihres Fahrzeugs und schicken Ihnen eine kostenlose Offerte mit fixem Preis.

  • Empfehlung passend zu Anschluss und Auto
  • Anmeldung beim Netzbetreiber inklusive
  • Offerte in 48 Stunden
Nr. 06 – Fragen & Antworten

Häufige Fragen zu den Wallbox-Arten.

Sechs Fragen, die uns zu Bauform, Stecker und Stromart am häufigsten gestellt werden – direkt beantwortet.

Welche Arten von Wallboxen gibt es?

Wallboxen unterscheiden sich nach Stromart (AC oder DC), Anschluss (ein- oder dreiphasig), Bauform (fest installiert oder mobil), Ladeanschluss (festes Kabel oder Typ-2-Steckdose) und Funktionsumfang (Basis, smart, abrechnungsfähig). Für das Eigenheim ist die fest installierte AC-Wallbox mit 11 kW dreiphasig der Standard.

Kann ich mein E-Auto an der normalen Steckdose laden?

Ja, aber nur als Notlösung. Eine Haushaltssteckdose liefert höchstens rund 2.3 kW – ein 60-kWh-Akku braucht damit über 24 Stunden. Zudem belastet die stundenlange Volllast Steckdose und Leitung, bei älteren Installationen ist das ein Sicherheitsrisiko. Für das tägliche Laden gehört eine Wallbox mit eigenem Stromkreis und eigenen Schutzorganen an die Wand.

Ist eine mobile Wallbox eine Alternative zur fest installierten?

Für Mieter mit absehbarem Umzug oder einen Zweitstandort kann sie das sein. Für 11 kW braucht die mobile Ladestation eine dreiphasige Industriesteckdose (CEE), die ein Elektriker installiert; ab 3.7 kW ist sie beim Netzbetreiber anzumelden. Lastmanagement und Solarüberschuss-Laden sind je nach Modell nur eingeschränkt möglich.

Brauche ich zuhause eine DC-Wallbox?

In aller Regel nicht. Zuhause steht das Auto meist über Nacht, und eine 11-kW-AC-Wallbox lädt in dieser Zeit einen durchschnittlichen Akku voll. DC-Ladegeräte sind deutlich teurer und brauchen wesentlich mehr Anschlussleistung. Sie sind für öffentliche Schnellladestationen gedacht, wo es auf Minuten ankommt.

Welcher Stecker passt an mein E-Auto?

Fast alle in der Schweiz verkauften E-Autos laden an der Wallbox über Typ 2. Die meisten haben eine CCS-Buchse, die Typ 2 für Wechselstrom mit zwei Kontakten für Gleichstrom-Schnellladen kombiniert. Einzelne ältere Importfahrzeuge nutzen Typ 1 und laden über ein Adapterkabel. Bei der Offerte prüfen wir Ihr Fahrzeug.

Wallbox mit festem Kabel oder mit Steckdose – was ist praktischer?

Das hängt davon ab, wer lädt. Mit fest angeschlagenem Kabel stecken Sie nur am Auto ein – bequem, wenn immer dasselbe Fahrzeug lädt. Mit Typ-2-Steckdose bringen Sie das Kabel selbst mit, was flexibler ist, wenn verschiedene Autos laden. Technisch laden beide Varianten gleich schnell.

Ratgeber · Wallbox-Arten

Die passende Wallbox-Art für Ihr Zuhause.

Wir prüfen Anschluss und Fahrzeug, empfehlen herstellerunabhängig und installieren zum fixen Preis nach Offerte. Anmeldung beim Netzbetreiber inklusive, Antwort in 48 Stunden.