Energiemanagement (HEMS) – PV, Speicher und Wallbox als ein System.
Ein Home Energy Management System (HEMS) ist die zentrale Steuerung Ihres Hauses: Es koordiniert PV-Produktion, Batteriespeicher, Wallbox, Wärmepumpe und Haushaltsstrom in Echtzeit. Statt dass jede Komponente für sich entscheidet, legt das HEMS fest, ob der Solarstrom gerade ins Auto, in den Speicher oder in die Wärmepumpe fliesst – und maximiert so Ihren Eigenverbrauch.
Wir sind Elektro- und Solartechnik-Fachbetrieb in einem und richten das Energiemanagement so ein, dass alle Geräte zusammenspielen statt gegeneinander. Seit 2022 haben wir über 200 Ladestationen in der Schweiz installiert – viele davon mit Speicher und HEMS als Gesamtsystem.
Referenz · HEMS mit Speicher und 11-kW-Wallbox · Mittelland
Nr. 01 – Überblick
Warum ein HEMS mehr aus Ihrem Solarstrom holt.
Ohne zentrale Steuerung trifft jede Komponente ihre eigene Entscheidung: Der Wechselrichter speist ins Netz, der Speicher lädt nach eigener Logik, die Wallbox zieht Strom, sobald das Auto angeschlossen ist. Das Ergebnis sind unnötige Netzbezüge und Solarstrom, der zum tiefen Rückspeisetarif (5–8 Rp./kWh) verkauft wird, statt im eigenen Haus zu bleiben.
Ein Home Energy Management System (HEMS) räumt diese Konflikte auf. Es kennt zu jedem Zeitpunkt Produktion und Verbrauch und steuert die Geräte nach einer klaren Priorität. So steigt der Eigenverbrauch von typisch 30 % auf 60–80 % – und Ihr E-Auto lädt bevorzugt mit eigenem Strom statt aus dem Netz. Genau diese Abstimmung über Hersteller hinweg ist unser Kerngeschäft.
Nr. 02 – Leistungen
Was unsere HEMS-Integration umfasst.
Drei Bausteine – von der Echtzeit-Priorisierung der Energieflüsse über die herstellerübergreifende Geräte-Integration bis zur App-Steuerung.
01 – Echtzeit-Steuerung
Energieflüsse priorisieren
PV, Speicher, Haushalt und Wallbox koordinieren
Das HEMS misst laufend PV-Produktion, Hausverbrauch und Speicherstand und legt fest, wohin jede Kilowattstunde fliesst. Die Priorität ist frei einstellbar – etwa zuerst Haushalt, dann Speicher, dann Wallbox. So lädt das E-Auto bevorzugt mit Solarstrom statt aus dem Netz.
Wir binden Wallbox, Wechselrichter, Speicher, Wärmepumpe und – wo sinnvoll – den Boiler in ein System ein. Die Kommunikation läuft über offene Schnittstellen wie Modbus TCP, SunSpec oder EEBus, je nach Gerät auch über OCPP bei der Wallbox. Welche Geräte zusammenarbeiten, prüfen wir vorab.
Sie sehen PV-Produktion, Speicherstand, Hausverbrauch und Ladeleistung in Echtzeit – am Display oder in der App. Zwischen den Lade-Modi (nur Solar, Solar plus Netz, Schnellladung) wechseln Sie mit einem Tipp. Wir konfigurieren die Voreinstellungen passend zu Ihrem Alltag.
Fünf Schritte – vom System-Check Ihrer bestehenden Geräte bis zur Optimierung im laufenden Betrieb.
/ 01
Anfrage & System-Check
Sie nennen uns Ihre bestehenden Komponenten – Wechselrichter, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe – mit Hersteller und Modell. Daraus prüfen wir, welche Geräte sich über welche Schnittstelle in ein HEMS einbinden lassen.
/ 02
Konzept & Offerte
Wir wählen das passende Energiemanagementsystem, definieren die Priorisierung der Energieflüsse und liefern innerhalb von 48 Stunden eine verbindliche Offerte mit fixem Preis – ohne Nachträge.
/ 03
Vorbereitung & Anmeldung
Falls Geräte ergänzt werden, reichen wir Technisches Anschlussgesuch (TAG) und Installationsanzeige (IA) beim Elektrizitätswerk ein und prüfen kantonale Förderprogramme für Speicher und Ladeinfrastruktur.
/ 04
Installation & Konfiguration
Wir verbinden die Geräte mit dem HEMS, parametrieren die Schnittstellen und konfigurieren die Steuerlogik. Anschliessend testen wir das Zusammenspiel unter realen Bedingungen – mit Ihrer PV-Anlage, Ihrem Fahrzeug und Ihrem Hausverbrauch.
/ 05
Einweisung & Optimierung
Sie lernen Dashboard, Lade-Modi und Auswertung kennen. Im ersten Betriebsmonat justieren wir die Prioritäten bei Bedarf nach – damit der Eigenverbrauch dort landet, wo Sie ihn brauchen. Dazu die vollständige Dokumentation.
Nr. 04 – Im Detail
Wie ein HEMS funktioniert, was es bringt, was Sie wissen sollten.
Konkrete Antworten zu Technik, Geräten, Wirtschaftlichkeit und regionalen Eigenheiten – kompakt erklärt.
Was ein HEMS ist und wie es entscheidet
Ein Home Energy Management System (HEMS) ist ein kleiner Steuerrechner, der alle Energieflüsse im Haus überwacht. Er misst sekündlich drei Werte: die aktuelle PV-Produktion, den Hausverbrauch und den Ladezustand des Speichers. Daraus leitet er ab, wohin der Strom fliessen soll – und schickt entsprechende Befehle an Wechselrichter, Speicher und Wallbox.
Die Logik folgt einer Priorität, die Sie festlegen. Eine typische Reihenfolge: Zuerst wird der Haushalt versorgt, dann der Speicher geladen, dann das E-Auto. Steht das Auto tagsüber zuhause und der Speicher ist voll, lädt die Wallbox direkt mit Überschuss – das sogenannte PV-Überschussladen, das wir bei der Wallbox mit Solaranlage und Überschuss-Steuerung ausführlich beschreiben. Abends, wenn die Anlage keinen Strom mehr liefert, schaltet das HEMS automatisch auf den Speicher um.
Damit das funktioniert, müssen die Geräte miteinander reden. Die Kommunikation läuft über offene Schnittstellen: Modbus TCP und SunSpec sind im PV- und Speicherbereich verbreitet, EEBus koppelt zunehmend Wärmepumpen an, und die Wallbox spricht oft OCPP. Wir prüfen vor der Offerte, welche Ihrer Geräte sich über welches Protokoll einbinden lassen – und wählen ein HEMS, das dazu passt.
So arbeitet das Energiemanagement
Misst PV-Produktion, Hausverbrauch und Speicherstand in Echtzeit
Priorisiert: zuerst Haushalt, dann Speicher, dann Wallbox – frei einstellbar
Schaltet abends automatisch von PV auf Speicher um
Bindet Wärmepumpe und Boiler als steuerbare Lasten ein
Nutzt dynamische Stromtarife für günstiges Nachladen
Welche Geräte ein HEMS koordiniert
Im Zentrum stehen vier grosse Komponenten: die PV-Anlage als Produzent, der Batteriespeicher als Puffer, die Wallbox als grösster steuerbarer Verbraucher und – falls vorhanden – die Wärmepumpe. Je mehr dieser Geräte das HEMS koordiniert, desto grösser der Effekt. Ein Speicher allein hebt den Eigenverbrauch spürbar; kommen Wallbox und Wärmepumpe als flexible Lasten dazu, lässt sich noch mehr Solarstrom sinnvoll im Haus halten.
Wie der Speicher als Zwischenpuffer arbeitet und welche Grösse zu Ihrem Fahrprofil passt, lesen Sie bei der Speicher-Dimensionierung für das E-Auto. Das HEMS ist die Ebene darüber: Es entscheidet, wann der Speicher lädt und wann er entlädt. Das Gesamtbild – wie Wallbox und Speicher als System zusammenwirken – zeigt der Überblick zur Wallbox mit Batteriespeicher.
Was bringt ein HEMS finanziell?
Der Hebel ist der Eigenverbrauch. Ohne Speicher und Steuerung nutzt ein Haushalt rund 30 % seines Solarstroms selbst – der Rest geht zum Rückspeisetarif (um 8 Rp./kWh) ins Netz und wird abends für 20–30 Rp./kWh zurückgekauft. Mit Speicher und HEMS steigt der Eigenverbrauch auf 60–80 %. Jede so genutzte Kilowattstunde spart die Differenz von 15–22 Rp.
Das HEMS selbst kostet je nach Funktionsumfang CHF 500–2'000 plus Konfiguration. Im Gesamtsystem aus Wallbox, Speicher und Energiemanagement liegen Sie bei CHF 12'000–25'000. Bietet Ihr Stromversorger dynamische Tarife an, kommt ein zweiter Hebel dazu: Das HEMS lädt den Speicher in günstigen Niedertarif-Stunden und meidet teure Bezugsspitzen. Eine Übersicht zum Eigenverbrauch von Solarstrom bietet EnergieSchweiz.
Für Speicher und Ladeinfrastruktur sind je nach Kanton und Gemeinde Förderbeiträge zwischen CHF 250 und 3'000 möglich. Wir prüfen vor Baubeginn, welche Förderprogramme für Speicher und Ladeinfrastruktur für Ihr System in Frage kommen, und unterstützen beim Antrag.
HEMS im Mittelland – Bern, Thun, Olten, Solothurn und Biel
In der Region sind viele Einfamilienhäuser mit PV-Anlagen ausgestattet, die zwischen 9'000 und 11'000 kWh pro Jahr produzieren – und zunehmend mit Wärmepumpe und E-Auto kombiniert werden. Genau in diesen Häusern entscheidet die Steuerung darüber, ob der Solarstrom optimal genutzt wird oder grösstenteils ins Netz fliesst.
Wir kennen die gängigen Wechselrichter, Speicher und Wärmepumpen in der Region und wissen, welche Kombinationen sich zuverlässig in ein HEMS einbinden lassen. Ob Ihr Haus in Bern-Bümpliz, am Thunersee oder in der Solothurner Vorstadt steht – wir planen die Steuerung vor Ort und konfigurieren sie mit eigenen Monteuren. Wer das Energiemanagement von Grund auf neu aufsetzt, findet den passenden Rahmen bei der Wallbox-Installation im Einfamilienhaus.
Wann lohnt sich ein HEMS?
Sie haben PV-Anlage, Speicher und Wallbox, aber die Komponenten laufen unabhängig voneinander und stimmen sich nicht ab.
Sie wollen den Eigenverbrauch Ihrer Solaranlage von typisch 30 % auf 60–80 % steigern.
Sie betreiben zusätzlich eine Wärmepumpe und brauchen eine Steuerung, die alle grossen Verbraucher koordiniert.
Ihr Stromversorger bietet dynamische Tarife – das HEMS soll im Niedertarif laden und teure Bezugsstunden meiden.
Sie planen ein Neusystem und wollen Wallbox, Speicher und Energiemanagement von Anfang an als Einheit aufsetzen.
Sie möchten Produktion und Verbrauch transparent in einer App sehen, statt drei getrennte Hersteller-Portale zu bedienen.
Ein System · eine App · ein Ansprechpartner
Nr. 05 – Nächster Schritt
Alle Geräte in ein System bringen?
Sagen Sie uns, welche Komponenten Sie haben – PV, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe – und wir prüfen, wie sich daraus ein abgestimmtes Energiemanagement bauen lässt. Eine Offerte, ein Ansprechpartner.
Fünf Fragen, die uns Eigenheimbesitzer mit PV-Anlage und Speicher am häufigsten stellen – direkt beantwortet.
Was ist ein Home Energy Management System (HEMS)?
Ein HEMS ist die zentrale Steuerung der Energieflüsse in Ihrem Haus. Es misst PV-Produktion, Hausverbrauch und Speicherstand in Echtzeit und entscheidet, ob der Solarstrom in den Haushalt, in den Batteriespeicher, in die Wallbox oder in die Wärmepumpe fliesst. Ziel ist ein möglichst hoher Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms.
Brauche ich ein HEMS, wenn ich schon eine Wallbox und einen Speicher habe?
Nicht zwingend, aber es lohnt sich meist. Ohne übergeordnete Steuerung arbeiten Wallbox, Speicher und PV-Anlage nach eigener Logik – der Speicher lädt etwa, obwohl das Auto den Strom bräuchte. Ein HEMS koordiniert die Geräte und hebt den Eigenverbrauch typisch von 30 % auf 60–80 %. Bei mehreren grossen Verbrauchern wird der Effekt grösser.
Welche Geräte kann ein HEMS steuern?
Ein HEMS bindet PV-Wechselrichter, Batteriespeicher, Wallbox, Wärmepumpe und – wo sinnvoll – den Warmwasserboiler ein. Die Kommunikation läuft über offene Schnittstellen wie Modbus TCP, SunSpec oder EEBus, bei der Wallbox häufig über OCPP. Ob ein Gerät einbindbar ist, hängt vom Modell ab – das prüfen wir vor der Offerte.
Was kostet ein HEMS in der Schweiz?
Ein Energiemanagementsystem kostet in der Schweiz je nach Funktionsumfang und Geräteanzahl zwischen CHF 500 und 2'000, zuzüglich Konfiguration. In einem Gesamtsystem aus Wallbox, Speicher und HEMS liegen die Kosten bei CHF 12'000–25'000. Je nach Kanton sind für Speicher und Ladeinfrastruktur Förderbeiträge zwischen CHF 250 und 3'000 möglich.
Funktioniert ein HEMS herstellerübergreifend?
Ja, sofern die Geräte offene Schnittstellen unterstützen. Wir arbeiten herstellerunabhängig und wählen ein HEMS, das mit Ihren vorhandenen Komponenten kommuniziert – etwa Fronius, SolarEdge, Huawei oder Kostal beim Wechselrichter und KEBA, go-eCharger oder ABL bei der Wallbox. Bei rein proprietären Systemen prüfen wir vorab, was sich realistisch koppeln lässt.
Energiemanagement · HEMS
Ein System für PV, Speicher und Wallbox.
Offerte kostenlos. Antwort in 48 Stunden. Kompatibilitätsprüfung, HEMS-Konfiguration, TAG- und IA-Einreichung beim E-Werk und Fördercheck inklusive.