PV-Überschussladen – Solarstrom direkt ins E-Auto laden.
Ihre Solaranlage produziert tagsüber mehr Strom, als Sie im Haushalt brauchen. Beim PV-Überschussladen fliesst dieser Überschuss automatisch in die Wallbox – statt für 5–8 Rp./kWh ins Netz. So laden Sie Ihr E-Auto mit eigenem Solarstrom zu unter 10 Rp./kWh, während Netzstrom 20–30 Rp./kWh kostet.
Wir installieren seit 2022 Wallboxen mit PV-Integration in der ganzen Schweiz – über 200 Ladestationen bisher. Als Elektro- und Solartechnik-Fachbetrieb stimmen wir Wallbox, Energiemanagement und Ihre bestehende PV-Anlage aufeinander ab.
Referenz · 11-kW-Wallbox · PV-Überschussladen Region Bern
Nr. 01 — Überblick
Wie funktioniert PV-Überschussladen?
PV-Überschussladen bedeutet: Ihre Wallbox lädt das E-Auto nur dann – oder bevorzugt dann –, wenn die Solaranlage mehr Strom erzeugt, als der Haushalt gerade verbraucht. Dafür braucht es drei Dinge: eine kompatible Wallbox, ein Energiemanagementsystem (EMS) und passende Schnittstellen zwischen Wechselrichter und Ladestation.
Das EMS misst laufend die PV-Produktion und den Hausverbrauch. Sobald ein Überschuss entsteht, gibt es die freie Leistung an die Wallbox weiter. Bei Wolken drosselt das System die Ladeleistung automatisch – oder pausiert, bis wieder genug Solarstrom da ist. So wird kein teurer Netzstrom zugekauft, wenn Sie es nicht wollen.
Nr. 02 — Leistungen
Was wir beim PV-Überschussladen installieren.
Drei Bausteine, ein durchgängiger Prozess. Von der PV-kompatiblen Wallbox über das EMS bis zur Integration in Ihre bestehende Solaranlage.
01 — Hardware
Wallbox mit PV-Kompatibilität
Herstellerunabhängig auf Ihre PV-Anlage abgestimmt
Nicht jede Wallbox kann PV-Überschuss intelligent nutzen. Wir wählen Ladestationen mit passenden Schnittstellen (Modbus, OCPP, herstellerspezifische Protokolle), die mit Ihrem Wechselrichter und dem EMS kommunizieren. 11 kW Standard, IP54+ für Aussenmontage.
Das EMS koordiniert Erzeugung, Hausverbrauch und Ladevorgang in Echtzeit. Stufenlose Anpassung der Ladeleistung (6–16 A) und klare Priorisierung: Haushalt zuerst, dann Wallbox, dann Netzeinspeisung. Optional mit Batteriespeicher in der Ladelogik.
Sie haben bereits eine Solaranlage? Dann rüsten wir die Wallbox nach, ohne in die PV-Installation einzugreifen. Die Verbindung läuft über den Wechselrichter (Fronius, SolarEdge, Huawei u.a.) oder einen separaten Energiezähler.
EMS-Konfiguration zwischen Wechselrichter und Wallbox
Nr. 03 — Ablauf
So läuft Ihre Wallbox-Installation mit PV-Überschussladen ab.
Fünf Schritte – von der Bestandsaufnahme Ihrer PV-Anlage bis zur Einweisung ins fertige System.
/ 01
Bestandsaufnahme
Sie schicken uns Wechselrichter-Typ, PV-Leistung und Fotos vom Zählerkasten. Daraus erstellen wir die Ersteinschätzung und entscheiden, ob ein Vor-Ort-Termin nötig ist.
/ 02
PV-Konzept & Offerte
Wir wählen passende Wallbox und EMS, prüfen die Schnittstellen zum Wechselrichter und liefern Ihnen innerhalb von 48 Stunden eine verbindliche Offerte mit fixem Preis.
/ 03
Anmeldung E-Werk
Bei Auftragserteilung reichen wir Technisches Anschlussgesuch (TAG) und Installationsanzeige (IA) beim Elektrizitätswerk ein – inklusive erweitertem Leistungsbedarf.
/ 04
Montage & Schnittstellen
Wallbox-Montage, Verkabelung bis zum Zählerkasten, Einbindung ins EMS und Konfiguration der Schnittstellen zum Wechselrichter – in der Regel an einem Arbeitstag erledigt.
/ 05
Einweisung & Übergabe
Erklärung des EMS-Dashboards, Einstellung der Lade-Prioritäten nach Ihren Gewohnheiten und vollständige Dokumentation. Bei Bedarf justieren wir im ersten Betriebsmonat nach.
Nr. 04 — Im Detail
Was PV-Überschussladen finanziell und technisch bringt.
Konkrete Zahlen zu Eigenverbrauch, Amortisation und Rahmenbedingungen in der Schweiz.
Was bringt PV-Überschussladen finanziell?
Die Rechnung ist einfach: Jede Kilowattstunde Solarstrom, die Sie ins Auto laden statt ins Netz einspeisen, spart Ihnen die Differenz zwischen Bezugstarif und Rückspeisetarif. In vielen Regionen der Schweiz sind das 15–20 Rp./kWh. Bei einem typischen E-Auto mit 15'000 km Jahresfahrleistung und einem Verbrauch von 18 kWh/100 km ergibt das einen Strombedarf von rund 2'700 kWh pro Jahr.
Wenn Sie davon 60–70 % mit eigenem Solarstrom decken, sparen Sie CHF 250–400 pro Jahr an Stromkosten. Die Wallbox-Installation mit PV-Integration kostet je nach Situation CHF 2'800–5'000 – ohne allfällige Förderung. Der Mehraufwand für das EMS und die PV-Anbindung gegenüber einer „dummen" Wallbox liegt bei CHF 300–800. Dieser Betrag rechnet sich in der Regel innerhalb von ein bis zwei Jahren.
So arbeitet das EMS
EMS misst PV-Produktion und Hausverbrauch in Echtzeit
Überschuss wird stufenlos in die Wallbox umgeleitet
Wenig Sonne: Ladeleistung wird gedrosselt oder pausiert
Mindestladestrom optional, falls das Auto schnell voll werden muss
Projektbeispiel: EFH in der Region Bern, 10-kWp-Anlage
Ausgangslage: Ein Einfamilienhaus mit einer bestehenden 10-kWp-Solaranlage und einem neuen Elektroauto. Die Wallbox sollte bevorzugt mit Solarstrom laden. Der Parkplatz befindet sich in der Garage, rund 8 Meter vom Zählerkasten entfernt.
Umsetzung: Installation einer 11-kW-Wallbox mit EMS-Anbindung an den vorhandenen Fronius-Wechselrichter. Das Energiemanagementsystem erkennt den Solarüberschuss und steuert die Ladeleistung dynamisch. TAG und IA beim Elektrizitätswerk und Förderantrag haben wir erledigt.
Ergebnis: Rund 70 % der Ladevorgänge laufen inzwischen mit eigenem Solarstrom. Die Ladekosten liegen im Jahresmittel bei ca. 8 Rp./kWh statt 25 Rp./kWh mit reinem Netzstrom.
PV-Überschussladen in der Schweiz: Rahmenbedingungen
Der Schweizer Strommix ist bereits stark erneuerbar geprägt – wer zusätzlich eigenen Solarstrom nutzt, verbessert die Ökobilanz des Ladens nochmals deutlich. Das bestätigt auch das Programm «Fahr mit dem Strom» von EnergieSchweiz, das die Kombination von E-Mobilität und erneuerbaren Energien aktiv fördert.
Für die Wallbox-Installation und PV-Integration gibt es je nach Kanton Förderbeiträge – von CHF 250 bis 3'000. Den kantonalen Fördercheck übernehmen wir vor Baubeginn, damit Sie keinen Zuschuss verpassen.
Wenn neben der Wallbox auch eine Wärmepumpe am Hausanschluss hängt, wird die Verteilung der Solarleistung komplexer. Wie das zusammenspielt, erklären wir auf der Seite Wärmepumpe und Wallbox intelligent abstimmen. Wer heute eine PV-kompatible Wallbox installiert, ist zudem für kommende Tarifmodelle mit dynamischen Strompreisen und Smart Charging gerüstet – Stichwort Wallbox und Solaranlage kombinieren.
Eigenes Dach · eigener Strom · eigenes Tempo
Nr. 05 — Nächster Schritt
Bereit, Ihren Solarstrom ins Auto zu laden?
Sie haben eine Solaranlage – oder planen eine? Wir installieren die Wallbox mit PV-Überschussladen und kümmern uns um die gesamte Integration. Innerhalb von 48 Stunden erhalten Sie eine Offerte.
Sechs Fragen, die uns Eigenheimbesitzer mit Solaranlage am häufigsten stellen – direkt beantwortet.
Brauche ich eine spezielle Wallbox für PV-Überschussladen?
Ja – die Wallbox muss mit einem Energiemanagementsystem kommunizieren können, z.B. über Modbus oder OCPP. Nicht jede Wallbox unterstützt das. Wir prüfen bei der Beratung, welche Ladestation zu Ihrem Wechselrichter passt, und empfehlen herstellerunabhängig.
Funktioniert PV-Überschussladen auch bei bewölktem Himmel?
Das Energiemanagementsystem passt die Ladeleistung dynamisch an die verfügbare Solarleistung an. Bei wenig Sonne wird die Ladeleistung gedrosselt oder der Ladevorgang pausiert. Sie können auch einen Mindestladestrom einstellen, damit das Auto bei Bedarf mit Netzstrom weiterlädt.
Was kostet die Installation mit PV-Integration?
Die Gesamtkosten für Wallbox, EMS und Installation liegen typischerweise bei CHF 3'200–5'000. Der Mehraufwand gegenüber einer Wallbox ohne PV-Anbindung beträgt rund CHF 300–800 – für das Energiemanagementsystem und die Schnittstellenkonfiguration.
Kann ich PV-Überschussladen nachrüsten?
Ja. Wenn Sie bereits eine Solaranlage haben, rüsten wir die Wallbox und das EMS nach, ohne in die bestehende PV-Installation einzugreifen. Die Verbindung läuft über den Wechselrichter oder einen separaten Energiezähler.
Wie viel Solarstrom kann ich tatsächlich ins Auto laden?
Das hängt von Ihrer PV-Leistung, dem Fahrprofil und der Standzeit des Autos ab. Erfahrungsgemäss lassen sich 50–70 % der Ladevorgänge mit eigenem Solarstrom abdecken, wenn das Auto tagsüber regelmässig zuhause steht. Den Rest übernimmt bei Bedarf der Netzstrom.
Was passiert mit dem Solarstrom, wenn das Auto nicht zuhause ist?
Dann fliesst der Überschuss wie gewohnt ins Netz – oder in einen Batteriespeicher, falls einer vorhanden ist. Das Energiemanagementsystem priorisiert automatisch: Haushalt, Wallbox, Speicher, Netzeinspeisung.
PV-Überschussladen
Eigener Strom, eigene Tankstelle.
Offerte kostenlos. Antwort in 48 Stunden. EMS-Konzept, TAG- und IA-Einreichung beim E-Werk und Fördercheck inklusive.