Notstrom mit Batteriespeicher – Strom auch bei Netzausfall.
Fällt das Stromnetz aus, hält ein ersatzstromfähiger Batteriespeicher das Wichtigste in Betrieb: Licht, Kühlschrank, Heizungssteuerung und Internet. Eine Backup-Box trennt Ihr Hausnetz dabei automatisch vom öffentlichen Netz und versorgt ausgewählte Stromkreise aus dem Speicher weiter – bei Sonnenschein lädt die PV-Anlage im Inselbetrieb sogar nach.
Wir klären ehrlich, welche Stufe Sie wirklich brauchen – eine einzelne Notstrom-Steckdose, Ersatzstrom fürs halbe Haus oder eine unterbrechungsfreie Versorgung. Als Elektro- und Solartechnik-Fachbetrieb aus einem Haus stimmen wir Speicher, Notstromverteiler und Wallbox aufeinander ab. Seit 2022 haben wir über 200 Ladestationen in der Schweiz installiert.
Referenz · Wallbox + ersatzstromfähiger Speicher · Region Bern
Nr. 01 – Überblick
Warum ein Speicher bei Netzausfall den Unterschied macht.
Ein gewöhnlicher Batteriespeicher hilft bei einem Stromausfall nicht: Aus Sicherheitsgründen schaltet er sich ab, sobald das Netz wegfällt. Erst die Ersatzstromfunktion macht den Speicher zur Notstromquelle. Sie braucht zwei Dinge – eine Backup-Box, die das Hausnetz vom öffentlichen Netz trennt, und einen Wechselrichter, der den Inselbetrieb beherrscht.
Im Ernstfall versorgt der Speicher dann die Stromkreise, die Sie vorher festgelegt haben – Licht, Kühlung, Kommunikation. Steht eine PV-Anlage auf dem Dach und ist sie ersatzstromfähig, lädt sie den Speicher tagsüber im Inselbetrieb nach. So überbrücken Sie nicht nur Minuten, sondern bei Sonne auch ganze Tage.
Nr. 02 – Leistungen
Was unsere Notstrom-Installation umfasst.
Drei Bausteine, ein durchgängiger Prozess. Von der ehrlichen Bedarfsabklärung über die Auswahl ersatzstromfähiger Komponenten bis zur Backup-Box mit automatischer Netztrennung.
01 – Beratung
Notstrom oder Ersatzstrom – was Sie brauchen
Bedarf ehrlich abklären
Eine einzelne Notstrom-Steckdose für den Kühlschrank, automatischer Ersatzstrom für ausgewählte Stromkreise oder eine unterbrechungsfreie Versorgung für Server und Medizintechnik – die Anforderungen sind sehr verschieden. Wir klären mit Ihnen, welche Verbraucher im Ernstfall laufen müssen, und dimensionieren danach.
Nicht jeder Speicher kann Ersatzstrom – entscheidend ist ein ersatzstromfähiger Hybrid-Wechselrichter, der die PV-Anlage auch ohne Netz weiterbetreibt. Wir wählen Speicher und Wechselrichter so, dass Inselbetrieb und PV-Nachladung ab Werk zusammenarbeiten, und prüfen die Kompatibilität vor der Offerte.
Die Backup-Box trennt bei Netzausfall das Hausnetz vom öffentlichen Netz – Pflicht, damit kein Strom auf die Leitung zurückspeist, an der Monteure arbeiten. Wir installieren die Umschalteinrichtung und einen separaten Notstromverteiler für die Stromkreise, die weiterlaufen sollen, und melden die Anlage beim Netzbetreiber an.
Die Wallbox bleibt im Notbetrieb bewusst aussen vor
Nr. 03 – Ablauf
So läuft Ihre Notstrom-Installation ab.
Fünf Schritte – von der Stromkreis-Auswahl bis zum simulierten Netzausfall bei der Übergabe.
/ 01
Anfrage & Bestandsaufnahme
Sie schicken uns Angaben zu Ihrem Speicher, Wechselrichter und zur PV-Anlage. Ist noch kein Speicher vorhanden, planen wir die Ersatzstromfunktion gleich mit ein – nachträglich ist sie oft nur mit Wechselrichter-Tausch möglich.
/ 02
Bedarf & Stromkreis-Auswahl
Gemeinsam legen wir fest, welche Verbraucher im Notbetrieb laufen sollen – typisch Licht, Kühlung, Heizungssteuerung und Router. Die Wallbox bleibt bewusst ausserhalb des Notstromkreises, weil sie den Speicher in Minuten leeren würde.
/ 03
Offerte in 48 h
Wir prüfen die Ersatzstromfähigkeit Ihrer Komponenten und liefern innerhalb von 48 Stunden eine verbindliche Offerte mit fixem Preis – inklusive Backup-Box, Notstromverteiler und Anmeldung.
/ 04
Installation & Netztrennung
Montage von Backup-Box und Notstromverteiler, Verkabelung der ausgewählten Stromkreise und Konfiguration des Speichers für den Inselbetrieb. Parallel reichen wir die nötigen Unterlagen beim Netzbetreiber ein.
/ 05
Notstrom-Test & Übergabe
Wir simulieren einen Netzausfall, messen die Umschaltzeit und prüfen, welche Verbraucher anlaufen. Anschliessend erklären wir Ihnen, was im Ernstfall passiert – und was nicht.
Nr. 04 – Im Detail
Notstrom, Ersatzstrom und Kosten im Klartext.
Was die Begriffe wirklich bedeuten, welche Verbraucher laufen, warum die Wallbox abschaltet und was die Funktion kostet.
Notstrom, Ersatzstrom, USV – wo ist der Unterschied?
Die Begriffe werden im Alltag oft vermischt, meinen technisch aber Verschiedenes. Notstrom ist die einfachste Stufe: Bei Netzausfall liefert der Speicher Strom an eine oder wenige dedizierte Notstrom-Steckdosen. Das übrige Hausnetz bleibt dunkel, Sie stecken Kühlschrank oder Lampe gezielt ein. Ersatzstrom – auch Backup genannt – geht weiter: Eine Backup-Box trennt das Hausnetz oder ausgewählte Stromkreise automatisch vom öffentlichen Netz und versorgt sie aus dem Speicher. Die Umschaltung dauert 1–30 Sekunden, in denen Geräte kurz ausgehen.
Die höchste Stufe ist die USV, die unterbrechungsfreie Stromversorgung: Sie schaltet ohne messbare Pause um – unter 20 Millisekunden –, sodass Computer, Server oder Medizintechnik keinen Aussetzer bemerken. Echte USV beherrschen nur wenige Hausspeicher; meist braucht es dafür ein zusätzliches Spezialgerät. Für das Eigenheim ist Ersatzstrom mit automatischer Umschaltung der Normalfall. Die kurze Pause von wenigen Sekunden ist für Kühlschrank, Licht und Router völlig unkritisch.
Diese Verbraucher hält der Speicher am Leben
Beleuchtung in Wohnräumen und Fluren
Kühlschrank und Gefriertruhe
Internet-Router und Festnetz-Telefonie
Heizungssteuerung und Umwälzpumpe
Handy- und Notebook-Ladung
Nicht: Herd, Backofen, Wärmepumpe, Wallbox
Warum die Wallbox im Notbetrieb abgeschaltet wird
Eine 11-kW-Wallbox zieht so viel Leistung wie ein ganzer Haushalt – nur über Stunden am Stück. Ein typischer 10-kWh-Speicher wäre damit in unter einer Stunde leer und stünde dann weder fürs Auto noch fürs Haus zur Verfügung. Genau deshalb klammern Backup-Boxen den Wallbox-Stromkreis im Notbetrieb bewusst aus.
Hinzu kommt die Leistungsgrenze: Die meisten Hausspeicher liefern im Inselbetrieb 2–5 kW Dauerleistung pro Phase. Eine dreiphasige 11-kW-Wallbox überschreitet diese Grenze deutlich – selbst wenn man laden wollte, würde der Wechselrichter abregeln oder ganz abschalten. In der Praxis ist das kein Verlust: Bei einem Stromausfall geht es darum, Kühlkette, Licht und Kommunikation aufrechtzuerhalten, nicht das Auto zu laden. Wer im Notfall trotzdem etwas Reichweite nachladen möchte, kann ein einphasiges Notladen mit reduzierter Leistung separat einplanen lassen.
Der grosse Vorteil der Kombination Speicher und PV: Bei Sonnenschein lädt die Solaranlage den Speicher im Inselbetrieb nach, sodass sich auch ein längerer Ausfall überbrücken lässt. Voraussetzung ist ein ersatzstromfähiger Hybrid-Wechselrichter – viele Standardgeräte schalten die PV bei Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab. Wir prüfen vor der Offerte, ob Ihr Speichersystem für die Wallbox den Inselbetrieb mit PV-Nachladung beherrscht.
Was kostet die Notstrom- bzw. Ersatzstromfunktion?
Viele moderne Speichersysteme bringen die Ersatzstromfunktion bereits ab Werk mit – dann fällt nur die zusätzliche Hardware an. Die Backup-Box, also die Umschalteinrichtung mit Netztrennung, kostet inklusive Installation CHF 1'500 – 4'000, je nachdem, ob nur einzelne Stromkreise oder das ganze Hausnetz als Ganzhaus-Ersatzstrom abgesichert werden.
Soll ein bestehender Speicher nachgerüstet werden, hängen die Kosten stark vom Modell ab. Speicher ohne Ersatzstrom-Vorbereitung lassen sich oft gar nicht oder nur mit einem Wechselrichter-Tausch nachrüsten – dann ist ein Neukauf meist wirtschaftlicher. Deshalb lohnt es sich, die Funktion schon bei der Erstinstallation mitzudenken. Wie das System aus Solarstrom im Heimspeicher zwischenspeichern im Normalbetrieb arbeitet und wie ein Energiemanagement Speicher, PV und Wallbox koordiniert, lesen Sie auf den jeweiligen Seiten.
Förderbeiträge gibt es in der Regel für den Batteriespeicher selbst, nicht für die Notstromfunktion. Je nach Kanton sind kantonale Förderbeiträge für Speicher und Wallbox zwischen CHF 250 und 3'000 möglich. Ob sich der Aufwand für Notstrom lohnt, bleibt eine Komfortfrage: Die Schweiz hat eines der zuverlässigsten Stromnetze Europas – die durchschnittliche Ausfalldauer liegt laut der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) bei rund 15–20 Minuten pro Jahr.
Projektbeispiel: Einfamilienhaus in Worb, Kanton Bern
Ausgangslage: 9.8-kWp-PV-Anlage mit Huawei-Hybrid-Wechselrichter und 10-kWh-Speicher. Nach einem mehrstündigen Ausfall im Winter wollte die Familie sicherstellen, dass Kühlung, Heizungssteuerung und Internet auch ohne Netz weiterlaufen.
Lösung: Backup-Box mit automatischer Netztrennung und ein separater Notstromverteiler für Küchenkühlung, Heizungssteuerung, Wohnzimmerlicht und Router. Die Wallbox wurde bewusst ausgeklammert.
Ergebnis: Bei Netzausfall schaltet das System nach rund 8 Sekunden auf Inselbetrieb. Die versorgte Grundlast von etwa 1.2 kW hält den Speicher 6–8 Stunden; bei Tageslicht lädt die PV-Anlage nach. Die Mehrkosten gegenüber dem reinen Speicher lagen bei CHF 2'600.
Licht, Kühlung und Internet laufen weiter · auch ohne Netz
Nr. 05 – Nächster Schritt
Bei Stromausfall nicht im Dunkeln sitzen?
Schicken Sie uns die Daten Ihres Speichers und Ihrer PV-Anlage – wir klären, ob das System ersatzstromfähig ist, und planen Backup-Box und Notstromkreise passend zu Ihrem Bedarf. Ein Ansprechpartner für Speicher, Notstrom und Wallbox.
Fünf Fragen, die uns Speicher-Interessenten zur Versorgung bei Netzausfall am häufigsten stellen – direkt beantwortet.
Was ist der Unterschied zwischen Notstrom, Ersatzstrom und USV?
Notstrom ist die einfachste Stufe: Der Speicher versorgt bei Netzausfall eine oder wenige dedizierte Steckdosen, das übrige Haus bleibt dunkel. Ersatzstrom (Backup) trennt das Hausnetz – oder ausgewählte Stromkreise – automatisch vom öffentlichen Netz und versorgt es weiter, mit einer kurzen Umschaltpause von 1–30 Sekunden. Eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) schaltet ohne messbare Pause um (unter 20 Millisekunden) und ist für Server oder Medizintechnik gedacht – die wenigsten Hausspeicher beherrschen sie.
Kann ich mein E-Auto bei einem Stromausfall über die Wallbox laden?
In der Regel nicht. Die Wallbox wird im Notbetrieb bewusst abgeschaltet: Eine 11-kW-Wallbox würde einen typischen 10-kWh-Speicher in unter einer Stunde leeren – dann stünde weder fürs Auto noch fürs Haus Strom zur Verfügung. Zudem liefern die meisten Hausspeicher im Inselbetrieb nur 2–5 kW pro Phase, deutlich weniger als die Wallbox zieht. Wer im Notfall etwas Reichweite nachladen will, kann ein einphasiges Notladen mit reduzierter Leistung separat einplanen lassen.
Welche Speicher können ab Werk Notstrom liefern?
Viele moderne Systeme bringen eine Ersatzstromfunktion mit – etwa BYD, Huawei Luna, sonnen, Fronius-Speicherlösungen oder die Tesla Powerwall mit Backup Gateway. Voraussetzung ist immer ein ersatzstromfähiger Hybrid-Wechselrichter, der die PV-Anlage auch ohne Netz weiterbetreibt. Wir prüfen vor der Offerte, ob Ihr System den Inselbetrieb beherrscht – bei älteren Speichern ohne Vorbereitung ist meist ein Wechselrichter-Tausch nötig.
Wie lange hält der Speicher bei einem Stromausfall durch?
Das hängt von der versorgten Last ab. Bei einer Grundlast von 1–1,5 kW – Kühlung, Licht, Router, Heizungssteuerung – hält ein 10-kWh-Speicher rund 6–8 Stunden. Mit einer ersatzstromfähigen PV-Anlage lädt der Speicher tagsüber im Inselbetrieb nach, sodass sich auch mehrtägige Ausfälle überbrücken lassen, solange genug Sonne kommt.
Lohnt sich Notstrom in der Schweiz überhaupt?
Die Schweiz hat eines der zuverlässigsten Stromnetze Europas – die durchschnittliche Ausfalldauer liegt bei rund 15–20 Minuten pro Jahr. Notstrom ist deshalb selten zwingend nötig und eher eine Frage von Komfort und Sicherheit. Sinnvoll ist die Funktion vor allem bei Homeoffice mit kritischer Technik, medizinischen Geräten, abgelegener Lage oder in Regionen mit häufigen Unwettern.
Notstrom · Ersatzstrom
Strom, auch wenn das Netz ausfällt.
Offerte kostenlos. Antwort in 48 Stunden. Bedarfsabklärung, Backup-Box mit Netztrennung, Notstromverteiler und Anmeldung beim Netzbetreiber inklusive.